Die Gebirgsmühle vom Leitzachtal

Die mechanische Gebirgsmühle von Sepp Matt

Viele erinnern sich noch an die Vorführungen der mechanischen Gebirgsmühle in Birkenstein. An das hölzerne Mühlrad, das sich drehte, das ratternde Stampfwerk und natürlich an die vielen Figuren, die sich wie von Zauberhand bewegten. Zwei Holzknechte, deren Wiegesäge sich im Stamm verzwickt, ein Bergsteiger, der eine Wand hinaufkraxelt oder ein Jäger, der auf eine Gams schießt. Ausflugsgruppen, Schulklassen und Kindergartengruppen haben die Gebirgsmühle besucht und bestaunt. Und die meisten waren selbst noch so klein, dass sie die Landschaft und das Bauwerk als „riesig“ empfanden.

Bis 2015 hatten zehntausende Menschen die Gebirgsmühle gesehen, dann fiel sie in einen tiefen Schlaf. Bis zum Frühjahr 2025, als wir sie wieder aufweckten und in die Werkstatt von Martin Schwaiger brachten. Dort wurde sie vorsichtig gereinigt und ein wenig geflickt. Und schon da war klar: Würde man die Mechanik in Gang bringen, würde sie nicht lange laufen. Zu filigran sind die vielen dünnen Fäden und Lederriemchen, die im Inneren die Kräfte übertragen. Schon früher war die Mechanik verschleißanfällig und wartungsintensiv. Mit einem Alter von über 100 Jahren wird das nicht besser.

Drum haben wir alle miteinander entschieden, sie unter eine schützende Glashaube zu stellen, die die Glaserei Birner gespendet hat. Den Unterbau hat Martin Schwaiger gestiftet.

Damit man trotzdem einen Eindruck bekommt, wie sie einmal gelaufen ist, haben wir einen Film produziert, der an einem Bildschirm neben der Gebirgsmühle im Erdgeschoß des Rathauses zu sehen ist. Gekostet hat das alles nichts – und schön ist es.

Die Gemeinde spendierte noch ein paar Lampen, sowie Wandtafeln dann hat das Wunderwerk der Mechanik einen würdigen Alterssitz.

(Text: Andreas Estner)

Impressionen

Teilansicht3
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Teilansicht2
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Gebirgsmühle
Gebirgsmühle