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Gruß aus der Kräuterwerkstatt

Neues aus der Kräuterwerkstatt

Hier finden Sie regelmäßig aktuelle Informationen, Rezeptvorschläge und vieles mehr... direkt aus der "Kräuterwerkstatt":


Der Waldmeister

Der Waldmeister verströmt einen zarten eigentümlichen Duft. Meistens finden wir ihn in größeren Beständen. Er zeigt ab Mitte April bis Anfang Mai seine kleinen weißen Blüten. Dann ist es Zeit, ihn zu ernten und entweder für Tees zu trocknen oder frisch zu verwenden, z. B. zur Maibowle. Der Waldmeister enthält Cumarin, der in geringer Dosierung bei Kopfschmerzen hilft.

Rezept für Waldmeisterbowle:

  • 2 Bund Waldmeister
  • 50 g Zucker
  • 2 Fl. Weißwein
  • 1 Fl. Sekt

Waldmeister verlesen und waschen. Mit Zucker und ½ Liter Wein 30 Minuten ziehen lassen. Abseihen und mit dem restlichen Wein und dem gut gekühlten Sekt aufgießen.

Von Kräuterexpertin Vroni, 17. Mai 2017


Gründonnerstag

Nach altem Volksglauben soll man am Gründonnerstag viel Grünes essen, vor allem eine Suppe mit neun verschiedenen Kräutern. Diese soll Gesundheit für das ganze Jahr garantieren, eine Anspielung auf die Stärkung der Lebenskräfte im Frühjahr.

Rezept für Neunkräuter-Suppe: 
Je 1 Handvoll Brennnessel, Bärlauch, Löwenzahn, Spitzwegerich, Vogelmiere, Gundermann, Rauke und Giersch, Gänseblümchen. 1 l Gemüsebrühe, 1/8 l Sahne, 30g Butter, 1 EL Mehl, 2 Zwiebeln.

Die Zwiebeln in der Butter andünsten, Mehl zugeben und mit Gemüsebrühe aufgießen. 10 Min. köcheln lassen. Die klein geschnittenen Kräuter zugeben, 5 Minuten ziehen lassen. Mit der Sahne, Kräutersalz und Pfeffer abschmecken. Zum Servieren mit Gänseblümchenblüten bestreuen.


Von Kräuterexpertin Vroni, 07. April 2017


Das Lungenkraut

Das Lungenkraut wächst in Laubwäldern und Gebüschen. Die Blüten erinnern an die gelbe Schlüsselblume ,nur in rot- lilablühend. Aber die Pflanze gehört zu einer ganz anderen Pflanzenfamilie. Durch die darin enthaltene Kieselsäure und den Schleim wirkt das Lungenkraut lindernd auf Reizhusten und Entzündungen der oberen Luftwege, was der Pflanze auch ihren Namen gegeben hat.
 

Frühlingsblüten-Kräuterbutter:

 

  • Eine Handvoll Blüten und Blätter, z.B. Lungenkraut, Taubnessel, Giersch u. Bärlauch
  • 250 g Butter
  • Salz
  • etwas Zitronensaft

Blüten sehr fein schneiden. Mit der zimmerwarmen Butter gut verrühren, mit Salz und Zitronensaft abschmecken. Bis zum Gebrauch in den Kühlschrank stellen.

Von Kräuterexpertin Vroni, 16. März 2017


Die Vogelmiere

Die Vogelmiere ist eine überaus vitaminreiche Wildpflanze, enthält Magnesium, Kalium und Mineralsalze. Sie bringt innerhalb eines Jahres etwa sechs Generationen hervor. Das bedeutet für den Kräutersammler, praktisch immer junge Pflanzen zu finden, zum Gebrauch in der Küche oder als Heilpflanze bei Verdauungsbeschwerden.

Rezept für Gemüsesuppe mit Vogelmiere:

  • 1,5 l Gemüsebrühe
  • 6 Frühlingszwiebeln
  • 2 Karotten
  • 3 Kartoffeln
  • 2 Handvoll Vogelmiere
  • Salz, Pfeffer, etwas Sahne

Gemüse würfeln, in der Gemüsebrühe kochen. Zur fertigen Suppe die gehackte Vogelmiere geben. Mit Salz, Pfeffer und etwas Sahne abschmecken. 

 

Von Kräuterexpertin Vroni, 02. März 2017


Räuchern

Räuchern mit einem Sieb ist eine sehr milde, alltagstaugliche, natürliche Räuchermethode. Ähnlich wie Aromalampen für ätherische Öle gibt es Räucherstövchen auf denen oben ein feines Sieb liegt und unten ein Teelicht hinein gestellt werden kann. Das Räucherwerk wird dann auf das Sieb gegeben und verräuchert hier sehr sanft und langsam.

Vorschlag für eine Räuchermischung: Je 1 Teil getrockneten Salbei, Thymian, Wacholder, 1 Teil Weihrauch. Diese Mischung wirkt reinigend und stärkend.

Von Kräuterexpertin Vroni, 16. Dezember 2016


Herbstfrüchte

Die Kräuterernte ist für dieses Jahr abgeschlossen. Jetzt freuen wir uns noch über die Beeren, die üppig an den Sträuchern hängen, allerlei Köstlichkeiten lassen sich daraus zaubern.


Herbstfrüchtelikör

  • 150 g Früchte gemischt,  z.B. Zwetschgen , Birnen, Äpfel
  • 150 g Beeren, z.B. Holler, Hagebutten, Berberitzen, Schlehen, Weißdorn
  • ¾ l Korn oder Wodka
  • 200 g braunen Kandiszucker, 1 Vanilleschote, 1 Zimtstange, 5 Nelken

Alle Zutaten in ein  großes Schraubglas geben, etwa 6 Wochen stehen lassen, ab und zu umrühren. Danach abfiltern und in Flaschen füllen.

Von Kräuterexpertin Vroni, 21. Oktober 2016


Die Haselnuss

Der Haselnussstrauch war in der germanischen Tradition ein Symbol für Fruchtbarkeit, deshalb durfte er bei keinem Haus fehlen. An der Hasel soll ein Schlüssel hängen, der alle Schatztruhen der Erde öffnen könne ,so eine alte Sage. Die Haselnussstaude liefert elastische Äste für Bögen und Ruten, im dichten Laub verbergen sich die nahrhaften Haselnüsse.

Rezept für Haselnusslikör:

  • 250 g Haselnüsse
  • 0,75 l Korn, 1 Zimtstange, 5 Nelken, 1 Vanillestange
  • 350 g Honig


Frisch geerntete Nüsse kleinschneiden, in ein verschließbares Glas geben. Gewürze zugeben, mit Korn übergießen. 4 Wochen an einem sonnigen Platz stehen lassen und gelegentlich umrühren. Den Honig zugeben gut vermischen. Das Ganze abseihen und in Flaschen füllen, nochmals mindestens 4 Wochen ruhen lassen.

Von Kräuterexpertin Vroni, 12. September 2016


Die Himbeere

Der Himbeerstrauch ist ein zweijähriges Rosengewächs. Die Früchte reifen von Juli bis August. Die Blätter kann man von Mai bis August sammeln. In der Naturheilkunde verwendet man die getrockneten Blätter als Tee bei Magenbeschwerden, wunden Stellen im Mund und Entzündungen der Rachenschleimhaut.

Rezept für Himbeerlikör:
¼ l Liter Himbeersaft mit 75 g Zucker, etwas Zimt und 1 - 2 Gewürznelken mit 0,5 l Cognac vermischen. 7 Tage sonnig stehen lassen, abseihen und in eine Flasche umfüllen. Danach sollte der Likör 3 - 6 Monate ruhen.

Von Kräuterexpertin Vroni, 04. August 2016


Basilikum

Basilikum ist ein echtes Sonnenkraut. Es hebt die Stimmung, wirkt beruhigend auf Magen und Darm und schmeckt vor allem köstlich. Man würzt damit neben Tomaten und Käse alle frischen Salate, Gemüse und Suppen.

Rezept für Basilikum-Pesto:

  • 2 Handvoll Basilikumblätter
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 TL Salz, ½ TL schwarzer Pfeffer
  • Je 50 g Pinienkerne u. Parmesan, 50 ml Olivenöl

Knoblauch, Salz und Pinienkerne zerkleinern. Basilikumblätter zugeben, ebenso das Olivenöl. Den geriebenen Käse unterrühren, mit Pfeffer würzen. Das Pesto in ein Schraubglas geben, mit einer Schicht Olivenöl bedecken. Hält im Kühlschrank mehrere Wochen.

Von Kräuterexpertin Vroni, 29. Juli 2016


Der Majoran

Der Majoran ist eines der bekanntesten Küchenkräuter und wird vor allem wegen seines kräftigen Geschmacks bei deftigen Speisen und Eintöpfen verwendet. Der Majoran ist sehr eng mit dem Oregano verwandt und gilt wie dieser auch als Heilkraut.Er wirkt appetitanregend und krampflösend, stärkt Nerven und Magen.

Kartoffeln mit Majorankruste:
Ein geöltes Backblech mit kleinen, halbierten Kartoffeln belegen. Auf der untersten Schiene des Backofens bei 200° etwa 30 Min. backen. 2 Handvoll Majoran waschen und klein schneiden. Mit 50 g gehackten Sonnenblumenkernen und 1 TL Schwarzkümmel mischen, mit Salz und Pfeffer würzen. Die gebackenen Kartoffeln werden gewendet, mit der Mischung belegt und mit etwas Öl beträufelt. Für weitere 5-10 Minuten in den Backofen schieben und vor dem Servierten nochmals mit frischem Majoran bestreuen.

Von Kräuterexpertin Vroni, 21. Juli 2016


Der Lavendel

Der Lavendel zählt zu den bekanntesten Kräutern. Die wohlriechende, mediterrane Pflanze ziert viele Gärten. Als Heilkraut lindert Lavendel Beschwerden wie Schlaflosigkeit, Unruhe oder Migräne. Auch in der Küche lassen sich Blüten und Blätter für viele Speisen verwenden.

Rezept für Lavendel-Gelee:

  • 1 Tasse frische Lavendelblüten
  • je ¼ l trockenen Weißwein, Apfelsaft, Wasser
  • 1Päck. Gelierzucker 1:1
  • 5 cl Orangenlikör oder Obstbrand

Wein, Apfelsaft und Wasser zum Kochen bringen. Lavendelblüten zugeben, das  ganze ca. 6 Std. ziehen lassen, abseihen. Gelierzucker dem Sud beigeben und ca. 10 Min. köcheln lassen. Vor dem Abfüllen Alkohol zugeben.

Von Kräuterexpertin Vroni, 08. Juli 2016


Die Rose

Die Verwendung der Rose in der Kosmetik, der Aromatherapie oder in der Kochkunst ist weit verbreitet. Weniger bekannt ist die Rose als Heilpflanze. Die medizinische Verwendung von Rosen, ihren Blütenblättern und Früchten, ist aber nicht neu: Es gibt Hinweise, dass dies seit Jahrtausenden geschieht. Bereits bei den Römern und Griechen der Antike finden wir Nachweise darüber. Der Arzt und Wissenschaftler
Paracelsus verwendete im 16. Jh. Rosen u.a. bei Kopfschmerz und Schlafstörungen. Verwendet werden insbesondere die Rosenblütenblätter, diese sind der heilkräftigste Teil der Rose.

Rezept für Rosensirup:

  • 200g stark duftende Rosenblütenblätter
  • 150 g Zucker
  • ¼ l Wasser

Von den frisch gepflückten Rosenblättern den bitteren Stielansatz mit einer Schere entfernen. In eine Schüssel geben und mit ¼ l kochenden Wasser übergießen. Mindestens 12 Stunden ziehen lassen, abseihen. Den Zucker zugeben und unter ständigem Rühren aufkochen. In eine Flasche abfüllen und kühl lagern.

Von Kräuterexpertin Vroni, 16. Juni 2016


Frauenmantel

Der Frauenmantel ist eine zarte Pflanze mit kelchartigen gelappten Blättern, in denen sich morgens Tautropfen sammeln. Seine Blüten sind zartgelbe doldige Rispen. Als Heilpflanze hat sich der Frauenmantel, wie der Name schon andeutet, hauptsächlich in der Frauenheilkunde bewährt, aber auch in anderen Bereichen kann er hilfreiche Dienste leisten. Es gibt kaum einen Bereich des Körpers, auf den der Frauenmantel nicht wohltuend einwirken kann. Zumindest glaubt das dieVolksheilkunde.

Rezept für Frauenmantel-Frischkäse:

1 Packung Frischkäse mit ca. 10 jungen, fein gehackten Frauenmantel-Blättern vermischen, mit Salz, Pfeffer und Senf abschmecken. AlsBrotaufstrich oder zum Salat.

Von Kräuterexpertin Vroni, 10. Juni 2016


Knoblauchsrauke

Die Knoblauchsrauke ist ein wertvolles Wildkraut und in der Wildkräuterküche vielseitig verwendbar. Geschmacklich ersetzt 1 Zweig ½ Knoblauchzehe. Dank ihrer wertvollen Inhaltsstoffe eignet sich die Knoblauchsrauke auch zur Stärkung der Abwehrkräfte.

Rezept für Knoblauchsrauken-Butter:

  • 1 Stück Butter
  • 1 Handvoll Knoblauchsraukenblätter
  • ½ Teelöffel Salz

Butter bei Zimmertemperatur weich werden lassen, Knoblauchsrauke sehr fein schneiden, Kräuter und Salz mit einer Gabel unter die Butter mischen. Schmeckt gut zu frischem Brot.


Von Kräuterexpertin Vroni, 19. Mai 2016


Liebstöckel

Liebstöckel, besser bekannt als Maggikraut,stammt ursprünlich aus dem alten Persien. Die ausdauernde Staude mit dem kräftigen Wurzelstock kann die stattliche Höhe von 2 Metern erreichen. Liebstöckel hat eine harntreibende und verdauungsfördernde Wirkung.. Blätter und Wurzel verleihen Suppen, Salaten, Gemüse- und Fleischgerichten eine herzhafte Note.

Rezept für die Gesundheit – Liebstöckelwein:
1 Flasche Weißwein in ein Einmachglas gießen, 1 Handvoll frische Liebstöckelblätter zufügen. 10 Tage ziehen lassen und abfiltern. Hilft bei Sodbrennen und Völlegefühl, bei Bedarf ein LikörglasLiebstöckelwein trinken.


Von Kräuterexpertin Vroni, 12. Mai 2016


Die Taubnessel

Die Taubnessel ähnelt zwar den Brennnesseln, gehört aber zur Familie der Lippenblütler. Sie ist in Europa und Nordasien heimisch und wächst bevorzugt an Wegrändern und Schuttplätzen. In der Heilkunde werden überwiegend die weissblühenden Taubnesseln verwendet, und zwar bei Atemwegserkrankungen und Frauenleiden. Man stellt für diese Anwendungsbereiche einen Tee aus Blättern und Blüten her. Aber auch in der Kräuterküche spielt sie eine wichtige Rolle.

Rezept für ein Taubnessel-Omelett:

  • 6 Eier, 2 EL Milch
  • Frühlingszwiebeln
  • 200g Käse
  • 2 Handvoll Taubnesseln mit Blüten
  • Salz, Pfeffer, Butter zum Ausbacken

Eier mit Milch verquirlen, salzen und pfeffern. Frühlingszwiebeln in feine Ringe schneiden, Taubnesseln waschen und fein hacken, Käse reiben. Alles der Eiermasse zufügen . Butter in der Pfanne zerlassen, Kräuter-Eiermasse einfüllen und anbacken. Wenden und von der anderen Seite anbraten. Mit grünem Salat servieren.


Von Kräuterexpertin Vroni, 28. April 2016


Die "jungen Wilden"

Jetzt hält die Natur bereits ein großes Angebot an Wildkräutern bereit. Bei einem Frühlingsspaziergang sammeln wir Löwenzahnblätter, Bärlauch, Spitzwegerich, Scharbockskraut und Vogelmiere. Die vitaminreichen und antibakteriell wirkenden Wildkräuter stärken unser Immunsystem. Man genießt die „jungen Wilden“ in Salaten, in Suppen oder als wohlschmeckendes Getränk.

Rezept für einen Immuncocktail:

  • 1/2l Buttermilch
  • 1/4l Orangensaft
  • 1 TL Honig
  • 1 Handvoll gemischte Wildkräuter

Die Kräuter mit der Buttermilch mixen, Orangensaft zufügen und mit Honig süßen.


Von Kräuterexpertin Vroni, 07. April 2016


Die Petersilie

Die Petersilie ist eines der bekanntesten Küchenkräuter und zum Würzen von Fleisch, Geflügel, Fisch, Suppen und Eierspeisen unverzichtbar. In der Volksheilkunde war sie ein beliebtes Mittel Blasenerkrankungen, Gicht und Rheuma. Altem Volksglauben zufolge musste die Petersilie, die gesät wurde, erst nach Rom gehen, um sich die Erlaubnis zum Aufgehen zu holen. Damit nahm man Bezug auf die lange Keimzeit vom Säen bis zum Erscheinen des ersten Blattpaares.

Rezept für die Gesundheit:
Petersilienwein nach einer Rezeptur von Hildegard v. Bingen

  • 10 Stängel Petersilie
  • 125 g Honig
  • ½ l Rot- oder Weißwein
  • 2 EL Weinessig

Petersilie mit dem Wein und dem Essig ca. 15 Min. sprudelnd kochen. Den Honig beifügen und noch einmal kurz erhitzen. Durch ein Sieb abgießen, in eine verschließbare Flasche füllen. 1-2 mal tgl. ein kleines Likörglas davon trinken.

Von Kräuterexpertin Vroni, 31. März 2016


Die Brunnenkresse

Die Brunnenkresse wächst an Bächen und Seen. Nicht nur in der warmen Jahreszeit, sondern fast das ganze Jahr über ist sie an den von ihr bevorzugten Stellen anzutreffen. Besonders jetzt im zeitigen Frühjahr, wenn es noch kaum was zu ernten gibt, ist sie durch ihre wertvollen Inhaltsstoffe ein wichtiger Vitaminspender. Sie wird verwendet für Salate und Brotaufstriche. In dieser Form kann sie Frühjahrsmüdigkeit lindern und Vitaminmangel vorbeugen.

Brunnenkresse Brotaufstrich:

  • 250 g Quark oder Frischkäse
  • 1 Handvoll Brunnenkresse
  • Salz und Pfeffer

Den Quark oder Frischkäse mit der gehackten Brunnenkresse vermengen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Von Kräuterexpertin Vroni, 24. März 2016


Die Gründonnerstagssuppe

Noch ist es winterlich draußen. Trotzdem ist die Gartensaison schon in vollem Gange. Auf der Fensterbank werden junge Pflanzen vorgezogen und das Frühbeet wird startklar gemacht. Beim Rundgang durch den Garten wird altes Laub entfernt, die Rosen und die Sträucher zugeschnitten. Unsere Pioniere - die Wildpflanzen - liefern uns die Zutaten für die ersten frischen Kräutergerichte.

Rezept für die Gründonnerstagssuppe:

  • 750g Kartoffeln
  • 1 Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • ¾ l Gemüsebrühe, Salz
  • 1 Handvoll Kräuter gemischt, z.B. Giersch, Brennnessel, Bärlauch, Gundermann, Beinwell, Vogelmiere, Knoblauchsrauke

Eine Kartoffelsuppe kochen aus o.g. Zutaten. Wildkräuter fein schneiden,in der fertigen Suppe ca. 10. Min. ziehen lassen. Die Suppe pürieren und abschmecken. Mit einem Löffel Creme faiche und einem Gänseblümchen garniert servieren.

Von Kräuterexpertin Vroni, 17. März 2016


Weidenkätzchen

Die flauschigen, später honiggelben Weidenkätzchen kennt wohl jedes Kind. Kaum schickt die Sonne ein wenig Wärme, sind sie dicht umschwirrt von Bienen. Die Weide ist essbar, hat aber einen recht bitteren Geschmack. Dieser kommt durch das in allen Pflanzenteilen enthaltene Salicin, einer Vorstufe des Wirkstoffs Aspirins. Unsere Vorfahren machten sich die fiebersenkende und schmerzlindernde Wirkung der Weide zunutze, in dem sie sich einen Tee aus Weidenrinde kochten.

Von Kräuterexpertin Vroni, 14. März 2016


Das Kräuter-Kraft-Natur Standl am Ostermarkt 2016 in Fischbachau


Das Schneeglöckchen

Das Schneeglöckchen war nie eine häufig gebrauchte Pflanze in der Volksmedizin. Man schätzte die Blume aber als erste Nahrungsquelle für Schmetterlinge und Bienen. Vor einigen Jahren entdeckte man, daß der Wirkstoff Galanthamin, der in der Zwiebel des Schneeglöckchens vorkommt, die Schübe einer Alzheimer-Erkrankung hinauszögern kann.

Von Kräuterexpertin Vroni, 25. Februar 2016


Scharbockskraut

Das Scharbockskraut ist im zeitigen Frühjahr die erste Grünplflanze, die sich wie ein großer Teppich in lichten Wäldern, Parks und Gärten ausbreitet.  Die kleinen glänzenden Blättchen enthalten reichlich Vitamin  C. Früher heilte man damit die gefürchtete Krankheit Scharbock, eine alte Bezeichnung für Skorbut, die auf einen Vitamin C- Mangel zurückzuführen ist. Der Geschmack der Blätter ist scharf und etwas herb, was sie zu einer perfekten Würze für einen Frühlingssalat oder einer Kartoffelsuppe machen.  Wenn  die leuchtend gelben  Blüten des Scharbockskrautes erscheinen, sollte man die Pflanze nicht mehr essen. Die Blätter werden leicht giftig und schmecken auch nicht mehr würzig-frisch, sondern unangenehm bitter.

Von Kräuterexpertin Vroni, 14. Februar 2016


Der Lorbeer

Wer sich ein Lorbeerbäumchen als Kübelpflanze auf die Terrasse oder in den Garten holt, hat nicht nur eine dekorative, immergrüne Pflanze, sondern auch ein universelles Gewürz- und Heilmittel. Denn als Heilkraut hat der Lorbeer eine ebenso lange Tradition wie als Küchengewürz. In der Antike galt ein Kranz aus Lorbeerblättern - das Symbol des griechischen Gottes Apollo - als Zeichen siegreicher Feldherren und Sportler. In mittelalterlichen Medizinbüchern wird Lorbeer als Mittel gegen Magen-Darmkrankheiten und Nierenleiden erwähnt. In der Küche verfeinert er Fischgerichte oder Fleischsoßen und verleiht Wildgerichten eine
besondere Note.

Lorbeeröl – ein gutes Salatöl:

  • 50 g Lorbeerblätter
  • 500 ml Olivenöl

Die Lorbeerblätter in ein weites Schraubglas geben, mit Öl übergießen. An einer sonnigen Fensterbank sechs Wochen ziehen lassen. Abseihen und die Blätter gut ausdrücken. Das Öl ist gebrauchsfertig.

Von Kräuterexpertin Vroni, 14. Januar 2016


Die Fichte

Die Fichte, ein immergrüner Nadelbaum ist nicht nur als Christbaum sehr beliebt. Aufgrund seiner Heilkräfte wird er hoch geachtet. Wer durch einen Fichtenwald spaziert, macht auch gleich eine Atemtherapie. Das würzige Aroma tut Lunge und
Bronchien gut. Pfarrer Kneipp empfahl, bei Waldspaziergängen ab und zu ein Stück Fichtenharz zu kauen, das habe eine allgemein kräftige Wirkung auf den gesamten Organismus.

Belebendes Fichtennadelbad:
Ca. 500 g Fichtennadeln in 3 l Wasser 5 Minuten kochen. Abseihen und ins Badewasser gießen. Wirkt wohltuend bei Muskelkater.

Von Kräuterexpertin Vroni, 08. Januar 2016


Tee für alle Fälle

Winterzeit ist Teezeit. In Erinnerung an die schönen warmen Sommertage mischen wir uns aus unserem Kräutervorrat einen aromatischen Tee:

Bauerngarten-Kräutertee
Brombeerblätter, Apfelminze, Zitronenmelisse, Holunderblüten, Thymian, Ringelblumen, Rose, Indianernessel, Lavendel, Zitronenverbene zu gleichen Teilen mischen. Für eine Portion Tee 1 EL Kräutermischung mit 250 ml kochendem Wasser übergießen. 10 Minuten ziehen lassen.

Von Kräuterexpertin Vroni, 04. Januar 2016


Räuchern

Das Verräuchern von Harzen und Kräutern hatte schon immer einen bedeutenden Platz in der Geschichte der Menschheit. Unsere Vorfahren stellten dabei fest, dass die dabei entstehenden Düfte nicht nur wohltuend waren, sondern auch Auswirkung auf ihre Stimmung hatte. So wurde das Wissen um das Räuchern immer weiter ausgebaut. Und der Jahreszeit entsprechend zelebriert.
Gerade die Rauhnächte oder Rauchnächte zwischen Weihnachten und Hl.-Dreikönig hatten im Volksglauben große Bedeutung. Gewisse Tätigkeiten durften in dieser Zeit nicht ausgeführt werden, z. B. Wäsche aufhängen. Man befürchtete, die bösen Geister, die in diesen Nächten ihr Unwesen trieben, könnten sich darin verfangen und Unheil über Haus und Hof bringen. Heil- und schutzbringende Kräuter,sollten mit ihrem reinigenden Rauch die Geister vertreiben.

Tipps zum Räuchern im Jahreskreis gibt Kräuterfachfrau Christine Koller am 18.12.2015 um 19:00 Uhr im Leseraum im Rathaus Fischbachau.
Info und Anmeldung: +49 8028 876

Von Kräuterexpertin Vroni, 17. Dezember 2015


Die Mistel

Die Mistel ist eine wundersame Pflanze, die erst in den Wintermonaten, wenn die Bäume kahl sind, richtig sichtbar wird. Sie wächst in Kugelform auf verschiedenen Baumarten und entzieht ihnen Wasser und Nährstoffe. Sie ist deshalb eine „Halbschmarotzerpflanze“. In früheren Zeiten galt sie als magische Pflanze und Allheilmittel. In der modernen Pflanzenheilkunde werden Mistelpräparate bei Bluthochdruck und in der Krebstherapie eingesetzt. Mistelzweige sind eine beliebte Weihnachtsdekoration. Ein Gebinde an der Haustür soll vor Unheil schützen.

Zum Adventskaffee schmecken übrigens Lavendel-Herzen:

  • 250 g Mehl
  • 125 g Butter
  • 150 g Zucker
  • ½ Vanillestange
  • 1 Ei
  • 80 g Creme fraiche
  • 1 TL getrockneter Lavendelblüten

Aus Mehl, Zucker, Butter, Creme fraiche und Ei einen Mürbteig kneten, kalt stellen. Herzen ausstechen, bei 160 Grad ca. 15-20 Min. backen. 150g Zucker , Vanillemark und die Lavendelblüten mahlen. Die noch heißen Plätzchen in der Zuckermischung wenden.

Von Kräuterexpertin Vroni, 11. Dezember 2015


Winterspaziergang

Weit verbreitet ist der Brauch, am Barbaratag (4.Dezember) Zweige von Forsythiensträuchern oder von Apfel- und Kirschbäumen zu schneiden. Sie werden ins Haus geholt und in einen Krug mit Wasser gestellt. Nach altem Volksglauben bedeutet ein Aufblühen der Zweige an Weihnachten Glück im kommenden Jahr . Darüber hinaus glaubte man auch, Gesundheit, Krankheit oder Tod vom Aufblühen oder Verdorren der Zweige ablesen zu können.

Nach einem Winterspaziergang schmeckt ein Fruchtiger Wintertee:

  • 25 g Hagebuttenschalen
  • 20 g getrocknete Apfelstücke
  • je 10 g getrocknete Rosenblüten, Thymian und Ringelblumenblüten
  • 20 g getrocknete Brombeerblätter
  • Je 10 g Anis, Fenchel und Nelken, 3 Zimtstangen, geschrotet

Die Zutaten vermischen und in einer Teedose aufbewahren. Für 1 Teekanne benötigt man 2 EL der Mischung. Mit kochendem Wasser übergießen, 10 Minuten ziehen lassen.

Von Kräuterexpertin Vroni, 3. Dezember 2015


Vor dem Winterschlaf

Die Natur begibt sich langsam in den Winterschlaf. Für uns Menschen wäre es ebenfalls zuträglich, sich dem Rhythmus der Natur hinzugeben. Lehnen wir uns gemütlich zurück und genießen die Kräuterschätze aus einem erfolgreichen Erntejahr….

Herbstkräuteressig:

  • Je 1 EL getrocknete Hagebutten, Thymian, Oregano u. Bohnenkraut
  • 1 Lorbeerblatt
  • 1 Knoblauchzehe
  • 250 ml Rotweinessig

Die Zutaten zusammen mit dem Essig in eine Flasche füllen, ca 2 Wochen ziehen lassen. Schmeckt zu Wintersalaten und Wildgerichten.

Von Kräuterexpertin Vroni, 19. November 2015


Der Bauerngarten Kräutertee

Jetzt ist die Zeit, die letzten Gartenarbeiten vor dem Winter zu erledigen. Blumenzwiebeln werden gesteckt, ältere Wurzelstöcke geteilt, frostempfindliche Pflanzen erhalten Winterschutz, Blütenstauden brauchen einen Rückschnitt. Kübelpflanzen bekommen ihr Winterquartier. Nach getaner Arbeit verwöhnt man sich mit einer Tasse Tee, natürlich mit Zutaten aus dem eigenen Garten.

Rezept für einen "Bauerngarten Kräutertee":
Für eine Teekanne braucht man je 1 EL getrocknete Zitronenmelisse, Indianernessel, Apfelminze, Malve, Rose, Ringelblume, Kornblume, Zitronenverbene. Mit kochendem Wasser aufgießen, 5 Min. ziehen lassen.

Von Kräuterexpertin Vroni, 05. November 2015


Der Kürbis

Der Kürbis hat jetzt Hochsaison. In ihm steckt weit mehr als eine schöne Herbstdekoration. Vitamine und Nährstoffe machen den Kürbis zu einer gesunden Mahlzeit – wohlschmeckend , sättigend und zudem noch kalorienarm. In der Heilkunde werden die Kürbissamen - auch Kerne genannt – bei Blasenbeschwerden empfohlen. Zu den Inhaltsstoffen der Frucht zählen wertvolle Öle, Vitamin E, Magnesium und das Spurenelement Selen.

Rezept für Kürbiscremesuppe:

  • 1 kg Kürbisfleisch
  • 1 kleine Zwiebel
  • je ½ TL gemahlener Kümmel, Currypulver, Muskat
  • 1 Zweig Rosmarin
  • 1 Vanilleschote
  • 1 l Gemüsebrühe
  • 200 ml Sahne

Kürbis in Würfel schneiden, die Zwiebel hacken, beides in Olivenöl anbraten. Die Gewürze, den Rosmarin und die aufgeschlitzte Vanilleschote zugeben . Mit Gemüsebrühe ablöschen. Die Suppe ca. 30 Min. köcheln lassen. Rosmarin und Vanilleschote entfernen, mit Sahne, Salz und Pfeffer abschmecken.

Von Kräuterexpertin Vroni, 29. Oktober 2015


Wacholder

Der Wacholder ist ein Zypressengewächs und in ganz Europa und Nordasien beheimatet. Er gilt als uralte Heilpflanze. Hippokrates empfahl in als Blutreinigungsmittel und Hildegard v. Bingen bei Fieber und Bronchialleiden. Die Kraft, die man diesem Baum zusprach, wird in den Namen deutlich, die man dem Wacholder noch gab: Quickholder oder Weckholder, also ein “Weckender“, ein „Wachmacher“ ,ein „Lebendigmacher“, der die Sterbenden ins Leben zurückholte. In den Pestzeiten des Mittelalters war er ein wichtiges Mittel, um Kranke zu
behandeln und Gesunde vor Ansteckung zu schützen.

Der Wacholder steht unter Naturschutz. Zweige und Holz dürfen nicht mehr geschnitten werden. Auf die Beeren darf man aber zurückgreifen. Sie sind ein beliebtes Würzmittel für Kraut , Wildgerichte und Fisch. Im September und Oktober werden die blau-schwarzen Beeren geerntet, schonend getrocknet und in einem Schraubglas aufbewahrt.

Rezept für Gewürzessig mit Wacholderbeeren:

  • 2 EL Wacholderbeeren
  • 1 Knoblauchzehe
  • je ein Zweigerl Rosmarin, Thymian, Salbei
  • 1 Holunderblütendolde
  • 3 Gewürznelken
  • 2 Lorbeerblätter
  • 0,5l Weinessig

Die Kräuter – frisch oder getrocknet – in ein weites Glas geben, mit Essig auffüllen. 3-4 Wochen ziehen lassen, abfiltern und in eine dekorative Flasche füllen. Schmeckt gut zu herbstlichen Salaten.

Von Kräuterexpertin Vroni, 23. Oktober 2015


Die erste Ernte

Die erste Ernte im Kräuter-Kraft-Natur-Kräutergarten ist eingefahren! Aus den verschiedenen Kräutern wird ein Kräutersackerl für Gäste der Tourist-Info in Fischbachau geschnürt. Mit der Ernte wurden auch die dazu passenden Kräuter-Kraft-Natur-Tassen vorgestellt.

Von Marketing-Expertin Brigitte, 15. Oktober 2015


Berberitze

Die Berberitze wächst an sonnigen Waldrändern und an Böschungen. Geerntet werden die roten Früchtchen Ende Oktober nach dem ersten Frost, vorher sind sie recht sauer. Sie enthalten sehr viel Vitamin C und stärken somit das Immunsystem. Da die Beeren lange am Strauch haften bleiben, kann man auch bei einem Winterspaziergang noch davon naschen. Zusammen mit anderen Früchten verarbeitet man sie zu Marmelade oder setzt einen Herbstlikör an.

Berberitze-Apfelgelee mit Minze:

  • 1 kg Äpfel
  • 250 g Berberitzen
  • 200 ml Wasser
  • 15 Minzeblätter
  • 1 kg Gelierzucker

Die kleingeschnittenen Äpfel zusammen mit den Berberitzen in einen Kochtopf geben, mit dem Wasser übergießen und einmal kurz aufkochen. 20 Minuten ziehen lassen. Durch ein Tuch gießen, den Saft bis zum nächsten Tag abtropfen lassen. In erkalteten Saft 1 kg Gelierzucker einrühren und 5 Minuten sprudelnd kochen lassen, in Gläser abfüllen.

Von Kräuterexpertin Vroni, 15. Oktober 2015


Der Walnussbaum

Der Walnussbaum ist ursprünglich in Mittelasien beheimatet. Um 800 n. Chr. wurde der Baum auch im Alpenraum bekannt und beliebt. Karl der Große hatte ihn zum Anbau empfohlen. Da er über Frankreich, dem damaligen Gallien eingeführt wurde, nannte man ihn Walchbaum oder Welschbaum, denn Gallier wurden damals als Walcher oder Welchen bezeichnet. Im 18. Jahrhundert ist daraus die Bezeichnung Walnussbaum entstanden. In der Naturheilkunde wird der Walnussbaum den blutreinigenden Pflanzen zugeordnet. Dafür werden die Blätter getrocknet und als Tee zubereitet. Als es noch keine chemischen Haarfärbemittel gab, tönte man sich die Haare mit einer Abkochung aus grünen Walnuss-Schalen. Jetzt im Oktober werden die Nüsse geerntet. Bei richtiger Lagerung – luftig und trocken - halten sie lange.

Rezept für Walnusspastete:

  • 1 ½ Tassen gemahlene Walnüsse
  • 1 ½ Tassen geriebenen Käse
  • 3 Eier
  • Je 1 TL Pfeffer, Salz u. Basilikum
  • 1 Pfund Kartoffeln

Die Kartoffeln weich kochen und durch die Kartoffelpresse drücken, Walnüsse, Käse, Eigelb und die Gewürze zugeben. Alles gut vermengen und das steifgeschlagene Eiweiß unterziehen. In eine gefettete Backform geben und bei mittlerer Hitze ca. 30-40 Min. backen. Als Beilage zu Fleisch servieren.

Von Kräuterexpertin Vroni, 11. Oktober 2015


Der Apfel

Die Sammelzeit für Kräuter neigt sich langsam dem Ende zu. Dafür beginnt die Ernte in unsren Obstgärten. Der Apfel ist die wohl wichtigste mitteleuropäische Frucht. Uralt ist die mythologische und magische Geschichte, die sich mit dem Apfel verbindet. In allen Kulturen ist er Symbol des Lebens, der Liebe und der Fruchtbarkeit. Als Vitaminspender und gesundes Obst ist er allen bekannt. Er ist auch ein wertvolles Heilmittel für das Verdauungssystm und den Stoffwechsel.
Apfelschalentee hilft bei Nervosität und geistiger Erschöpfung.

Rezept für Apfelbrot:

  • 1,5 kg Äpfel
  • 500 g Rosinen
  • 300g Haselnüsse oder Walnüsse
  • 500 g Zucker
  • 1 Päck. Lebkuchengewürz
  • 1 EL Kakao
  • 1/8 l Rum
  • 1 kg Mehl
  • 1 Päck. Backpulver

Die Äpfel samt der Schale raspeln, die Nüsse grob schneiden. Mit Lebkuchengewürz, Zucker, Kakao, den Nüssen und dem Rum gut vermengen. Das Mehl, gemischt mit dem Backpulver, gut einarbeiten. Zwei Wecken formen. Backofen vorheizen, bei 180° ca . 90 Min. backen. In Folie verpackt ist das Apfelbrot ungefähr 4 Wochen haltbar.

Von Kräuterexpertin Vroni, 25. September 2015


Holunder

Holunder, wertvoll in der Naturapotheke durch immunstärkendes Vitamin C und entzündungshemmende Gerbstoffe, erfreut uns jetzt zum zweiten Mal während des Vegetationsjahres. Im Laufe des Sommers haben sich die herrlich duftenden Hollerblüten zu schwarzen, säuerlich schmeckenden Beeren entwickelt, die man zu Marmelade, Saft, Likör oder Kompott verarbeiten kann.

Achtung:
In unreifen Beeren kommt die Substanz Sambunigrin vor. Sie kann Übelkeit und Erbrechen hervorrufen. Daher Holunder nicht roh verzehren, da an einer Dolde oft unterschiedlich reife Beeren hängen.


Rezept für Holunderbeersaft:
Entweder die gewünschte Menge Beeren im Dampfentsafter entsaften oder man kocht sie mit etwas Wasser weich und lässt sie über Nacht durch ein Tuch ablaufen. Der so gewonnene Saft wird nochmals zum Kochen gebracht und man rührt auf 1l Saft 500g Zucker ein. Zimt und Zitronensaft zugeben, in vorbereitete Flaschen füllen. Man kann den Saft auch weiterverarbeiten zu Holundergelee. Dazu ¾ l Saft mit 1 Kg Gelierzucker 7 Min. sprudelnd kochen und in Marmeladegläser füllen.


Von Kräuterexpertin Vroni, 11. September 2015


Hagebutte

Die Hagebutte entsteht aus den Blüten der Wildrose und setzt jetzt im September leuchtendrote Akzente in der Natur. Die Schalen werden getrocknet als Tee zubereitet, der angenehm frisch und etwas säuerlich schmeckt durch den hohen Vitamin C-Gehalt. Köstlich schmeckt eine Marmelade aus Hagebutten.

Rezept für Hagebutten-Marmelade mit Äpfeln:

  • 250g vollreife Hagebutten
  • 250 g Äpfel
  • 50 ml Wasser
  • 50 ml Rotwein
  • 600 g Zucker

Hagebutten und Äpfel grob schneiden, mit Wasser, Rotwein u. Zucker ca. 20 Min. köcheln lassen. Durch ein Sieb streichen und in Schraubgläser abfüllen.


Von Kräuterexpertin Vroni, 04. September 2015


Brombeere

Die Brombeere zählt ebenfalls zu den Heilpflanzen. Ein Tee aus Brombeerblättern wirkt bei Durchfallerkrankungen und Entzündungen der Mundschleimhaut. Den ganzen Sommer über kann man die Blätter ernten. Die Brombeeren reifen Ende August. Sie gehören zu den feinsten Einmachfrüchten und ergeben wunderbare Marmeladen, Säfte und Liköre.

Rezept für Brombeerlikör:

  • 250 g Brombeeren
  • 150 g Honig
  • ½ Vanillestange
  • 0,5 l Korn oder Wodka

Alle Zutaten in ein weithalsiges Glas geben und verrühren. 6 Wochen lang an einem warmen Platz stehen lassen. Filtern und in eine dekorative Flasche füllen, nochmals 3 Wochen ruhen lassen.


Von Kräuterexpertin Vroni, 27. August 2015


Rosmarin

Rosmarin ist in erster Linie als Gewürz bekannt. Er passt zu Fleisch oder Fisch und verfeinert Kartoffelgerichte. Rosmarin ist auch ein Symbol für Liebe und Treue. Früher steckten sich Brautpaare am Hochzeitstag ein Zweiglein Rosmarin an. Als Heilmittel spielt er als anregendes und stärkendes Mittel eine Rolle.

Rezept für Rosmarinöl:

  • 5 Zweigerl Rosmarin
  • 3 Knoblauchzehen
  • ca. 10 Pfefferkörner
  • ½ l Olivenöl

Alle Zutaten in einem Topf erhitzen u. 2-3 Min. köcheln lassen. Vom Herd nehmen und 12 Stunden stehen lassen. Abseihen, in einer dunklen Flasche aufbewahren. Passt gut zu Pizza und Weißbrot.

Von Kräuterexpertin Vroni, 20. August 2015


Die Königskerze

Man kann an manch einer unscheinbaren und doch wertvollen Heilpflanze vorbeigehen, ohne sie zu bemerken. An der Königskerze kommt niemand vorbei, ohne einen Blick auf sie zu werfen. Früher wurde der Blütenstand der Pflanze in Wachs getaucht und als Fackel benutzt, daher wohl der Name Königskerze. Als Heilpflanze wird sie verwendet bei Husten und Heiserkeit. Bei der Kräuterweihe an Maria Himmelfahrt spielt sie eine wichtige Rolle. Sie bildet den Mittelpunkt jedes Kräuterbuschens.

Rezept für die Gesundheit: Königskerzen-Sirup

Ein Schraubglas beliebiger Größe zur Hälfte mit Königskerzenblüten füllen. Soviel dünnflüssigen Honig darübergeben, dass die Blütsen vollständig bedeckt sind. Ca. 6 Wochen an einem warmen, dunklen Ort stehen lassen. Den fertigen Sirup teelöffelweise einnehmen bei Husten und Heiserkeit.

Von Kräuterexpertin Vroni, 14. August 2015


Die Indianernessel

Die duftende Indianernessel sieht im Kräutergarten ebenso wie im Staudenbeet sehr dekorativ aus. Außerdem ist sie bei den Bienen und Schmetterlingen sehr beliebt. Heimat der Monarde – so ihr botanischer Name – ist Nordamerika, wo sie den Indianern als Heilpflanze diente. Daher die Bezeichnung Indianernessel. Blüten und Blätter ergeben eine aromatische Teemischung.

Rezept für Indianernessel-Limonade:

Ca 5 Blütenköpfe mit ½ l kochendem Wasser übergießen, abkühlen lassen, abseihen. Saft von 2 Zitronen zugeben, nach Belieben süßen. Vor dem Servieren mit Mineralwasser aufgießen.

Von Kräuterexpertin Vroni, 30. Juli 2015


Wir haben ein Logo

Geschafft! "Kräuter - Kraft - Natur" hat ein eigenes Logo. Dieses soll ausdrücken, wer wir sind, was wir machen, welche Emotionen wir dabei ausdrücken wollen und welcher Geist uns dabei führt. Es wird uns künftig überall wo wir tätig sind begleiten, für Wiedererkennungswert sorgen und als Glücksbringer dienen. Und hier ist es – unser Kraftsymbol! Geholfen haben uns dabei übrigens die Grundschüler aus Elbach. Für die besten Vorschläge haben wir den "Fischbachauer Kids-Design-Award" verliehen.

Von Marketing-Expertin Brigitte, 30. Juli 2015


Kapuzinerkresse

Die Kapuzinerkresse kennt man normalerweise nur als Zierpflanze, die ursprünglich in Peru heimisch ist. Wegen ihrer Blütenform, die an die Kopfbedeckung der Kapuzinermönche erinnert, erhielt sie ihren Namen. Blüten, Blätter und Samen sind essbar und geben den Speisen eine pfeffrige Würze. Zubereitungen aus Kapuzinerkresse sind außerdem eine hervorragende „Medizin“ .Für die desinfizierende und wundheilende Wirkung sind die freigesetzten Senföle verantwortlich. Geschätzt wird an der Kapuzinerkresse auch der hohe Anteil an Vitamin C.

Rezept für Frischkäse mit Kapuzinerkresse:

4 Blätter und 4 Blüten der Kapuzinerkresse sehr fein schneiden, mit 200 g Frischkäse vermengen und mit Kräutersalz abschmecken. Nach Belieben 2 EL geröstete Sonnenblumenkerne unterheben.

Von Kräuterexpertin Vroni, 23. Juli 2015


Schafgarbe

Die Schafgarbe ist eine beliebte Heilpflanze, die auf Wiesen, Wegrändern und Böschungen wächst. Hildegard von Bingen setzte sie als Heilmittel bei Verletzungen und Augenentzündungen ein. In mittelalterlichen Kräuterbüchern wird sie empfohlen bei Koliken, Zahnschmerzen und Frauenleiden.

Verwendung in der Küche:
Junge Schafgarbe-Blätter sind eine delikate Beigabe zu sommerlichen Salaten und bei Frischkäse-Zubereitungen. Als Gewürz verbessert die Schafgarbe die Verdaulichkeit von fetten Speisen, z.B. Gänse- oder Schweinebraten.


Von Kräuterexpertin Vroni, 16. Juli 2015


Lavendel

Lavendel hat eine beruhigende, krampflösende und keimtötende Wirkung. Er gehört deshalb zu einer der wichtigsten Pflanzen in der Naturheilkunde.Er ist auch die ideale Begleitpflanze für Rosen, er schützt diese vor Blattläusen. Lavendel-Säckchen im Kleiderschrank halten Motten fern.

Lavendel-Säckchen:  Aus Stoffresten kleine Säckchen nähen ( Ca 8x12 cm), nach Belieben am oberen Rand mit einer Spitze verzieren. Lavendelblüten einfüllen, mit einem farblich passenden Band zubinden. Oder auf die schnellere Art einfach mit der Zick-Zack-Schere vom Stoff ein Quadrat von 12x12 cm Zuschneiden. 2-3 EL Lavendelblüten drauflegen und zubinden. Ideal als kleines Duftgeschenk.


Von Kräuterexpertin Vroni, 10. Juli 2015


Ringelblume

In den gelben oder orangen Blüten der Ringelblume steckt eine intensive Leuchtkraft. Schon von weitem „winken“ sie einem vom Gartenbeet zu. In der Kräuterheilkunde hat die Ringelblume ihren festen Platz als Wundheilmittel. Sie wirkt desinfizierend und entzündungshemmend. Verwendet werden ausschließlich die Blüten.

Rezept für Ringelblumenöl:

20g Ringelblumenblüten – gut angetrockner-, in ein Schraubglas geben, mit ca. 125 ml Olivenöl übergiessen, die Blüten sollten komplett bedeckt sein. An einem warmen Platz 2 Wochen stehen lassen, gelegentlich schütteln. Das fertige Ringelblumenöl ist eine ideale Pflege bei rissiger und entzündeter Haut, kann auch weiterverarbeitet werden zu Blasam: 5 g Bienenwachs in einem Topf bei geringer Hitze schmelzen, Ringelblumenöl einrühren, sofort in kleine Gläser abfüllen.


Von Kräuterexpertin Vroni, 02. Juli 2015


Mädesüß

Mädesüß , eine stark duftende Pflanze mit gelblich-weißem Blütenstand wächst auf feuchten Wiesen und an Bachufern. Es ist ein sehr altes Heilkraut, das auch Hildegard von Bingen wohlbekannt war. Sie hatte es in Klostergärten kultiviert und gegen vielerlei Beschwerden eingesetzt. Durch die in der Pflanze enthaltene Salycilsäure wirkt sie schmerzlindernd bei Entzündungen und Fieber. In der Küche wird Mädesüß hauptsächlich zum Aromatisieren und Verfeinern von Nachspeisen verwendet.

Rezept für Mädesüß-Erfrischungsgetränk:

  • 1 Liter Wasser, Saft einer Zitrone
  • 6 frische Mädesüßblüten

Vor dem Gebrauch einige Stunden ziehen lassen.

Von Kräuterexpertin Vroni, 26. Juni 2015


Johanniskraut

Das Johanniskraut ist in ganz Europa heimisch. Es wächst an Böschungen, Weg- und Straßenrändern und steht um Johanni in vollster Blüte, daher der Name Johanniskraut. Ein Tee aus getrockneten Blüten und Blättern bringt Linderung bei nervösen Beschwerden und Stimmungstiefs. Johanniskrautöl  wird äusserlich angewandt, z.B. bei Sonnenbrand.

Rezept für Johanniskrautöl:


Frisch gepflückte Blüten und Knospen in ein weithalsiges Glas geben. Soviel Olivenöl zugeben, bis die Blütenmasse schwimmt. 6-8 Wochen in die Sonne stellen. Wenn das Öl dunkelsrot geworden ist, kann man es abseihen und in kleine Flaschen füllen. Kühl lagern.
Achtung: Während der Anwendung von Johanniskrautpräparaten ist es ratsam, direkte Sonnenbestrahlung zu vermeiden. Der Wirkstoff Hypericin kann die Lichtempfindlichkeit der Haut verstärken.


Von Kräuterexpertin Vroni, 19. Juni 2015


Salbei

Salbei stammt aus dem Mittelmeerraum. Trotz seiner mediterranen Herkunft hat er sich gut an unser Klima angepasst. Salbei wirkt stärkend, antibakteriell und entzündungshemmend – die Pflanze der 1.Wahl bei Halsschmerzen und Entzündungen in der Mundhöhle. Als Küchenkraut ist Salbei ein beliebtes Gewürz für Fisch und Fleisch. Die jungen Blätter eignen sich zum Braten, Frittieren und Backen.

Salbei-Mäuschen: Als solche bezeichnet man in Pfannkuchenteig ausgebackene Salbeiblätter, deren Stiele ähnlich aussehen wie Mäuseschwänze. Für diese knusprige Delikatesse eignen sich große, weiche Blätter. Man fasst sie am Stiel an und taucht sie in den Teig, bevor sie in heißem Fett ausgebacken werden.

Von Kräuterexpertin Vroni, 12. Juni 2015


O’pflanzt is!

Das Kräuter-Kraft-Natur Projekt fängt an, sich zu verwurzeln. Auf einer gemeindeeigenen Wiese, vor dem alten Moaranwesen, gleich hinterm Fischbachauer Rathaus, wurden insgesamt 38 Beete ausgestochen, mit Heilkräutern bepflanzt und künftig von den Bewohnern des Domus Mea betreut. Das Pilotprojekt soll den Landwirten des Leitzachtals als Modell dienen, um zu sehen, welche Kräuter für unsere Region am besten geeignet sind. 

Von Marketing-Expertin Brigitte, 05. Juni 2015


Holunder

Als getreuer Begleiter des Menschen, aus allen seinen Pflanzenteilen Heilstoffe liefernd, ist der Holunder seit Menschengedenken ein hochgeschätzter Strauch. Als Schutzbaum des Hauses hatte er der Überlieferung folgend besondere Eigenschaften. Jetzt im Frühsommer steht er in voller Blüte. Die Blütendolden sind frisch verwendbar für vielerlei Köstlichkeiten wie Sirup, Essig, Beigabe zu
Erdbeermarmelade oder gebacken in Pfannkuchenteig. Getrocknete Blüten ergeben einen Tee, der schweißtreibend und fiebersenkend wirkt.

Rezept für Holunderblütensirup:

  • 15 Dolden Holunderblüten
  • 1l Wasser
  • 1 Kg Zucker
  • 10g Zitronensäure
  • 2 unbehandelte Zitronen

Alle Zutaten mischen, 3 Tage stehen lassen. Erhitzen, abseihen und in saubere Flaschen abfüllen.

Von Kräuterexpertin Vroni, 5. Juni 2015


Thymian

Thymian ist ein beliebtes Küchen- und Gewürzkraut, das an sonnigen Plätzen im Garten üppig wächst. Auch als Heilpflanze spielt er eine Rolle. Thymiantee ist ein wirksames Mittel gegen Husten oder bei Magen-Darmbeschwerden. Er zählt auch zu den heimischen Räucherpflanzen.

Rezept für Thymian-Knoblauchöl:

  • 2 Knoblauchzehen
  • 5 Zweige Thymian
  • 6 Pfefferkörner
  • 250 ml Olivenöl

Den Knoblauch in Scheibchen schneiden, Thymian etwas antrocknen lassen. Alle Zutaten in eine dekorative Flasche füllen, das Öl zugießen. Vor dem Gebrauch 2-3 Wochen ziehen lassen. Ideal als kleines Geschenk aus der Küche.

Von Kräuterexpertin Vroni, 21. Mai 2015


Die drei "Wegerich-Brüder"

Es gibt drei "Wegerich-Brüder", den Beitwegerich, den Mittleren Wegerich und den Spitzwegerich. Dieser ist der heilkräftigste der drei Arten. Durch seine schleimlösende, antibakterielle und wundheilende Wirkung ist er vielseitig einsetzbar, z.B. bei Husten, Insektenstichen und Verletzungen.

Rezept für die Gesundheit:

In ein weithalsiges Schraubglas gibt man abwechselnd eine Schicht zerschnittene Spitzwegerichblätter und 1 Schicht Rohrzucker. Das Glas dunkel stellen. Nach ca. 2 Monaten hat sicher der Zucker gelöst. Den Sirup abseihen. Er wirkt wohltuend bei Husten.


Von Kräuterexpertin Vroni, 21. Mai 2015


Zitronenmelisse

Die Zitronenmelisse gilt als Pflanze der Heiterkeit. Sie ist ein „Zauberkraut“, das die Menschen fröhlich werden lässt. Bereits im Mittelalter durfte das Melissenkraut in keiner Klosterapotheke fehlen. Es ist ihre beruhigende, krampflösende Wirkung, die sie so unverzichtbar macht. Die Pflanze gedeiht im Garten an sonnigen, warmen Plätzen. Wo sie sich wohlfühlt, breitet sie sich ungeniert aus und überwuchert so manch andere Pflanze. Ernten kann man sie vom Frühjahr bis zum Herbst, kurz bevor sich die kleinen weißen Blüten öffnen. Nach der Ernte schneidet man sie zurück. So kann man bis zu dreimal jährlich frische Blätter ernten.

Rezept für Hausgemachten Melissengeist:

  • 100 ml Korn oder Wodka
  • 3 Zweige Zitronenmelisse
  • Schale einer ½ Bio-Zitrone
  • 3 Gewürznelken

    Alle Zutaten in eine Flasche geben, ca 2 Wochen ziehen lassen, fertig.

    Von Kräuterexpertin Vroni, 15. Mai 2015


    Beinwell

    Der Beinwell zählt zu den ältesten Heilpflanzen. Er liebt feuchte Standorte und ist an Bachufern, feuchten Wiesen und Waldrändern zu finden. In früheren Zeiten war er das einzig hilfreiche Mittel bei Verstauchungen, Prellungen oder Knochenbrüchen. In den Arzneischränken der Klöster hatte die Beinwellsalbe ihren Ehrenplatz.

    In der Küche finden die jungen Beinwellblätter Verwendung bei der Zubereitung einer Wiesensuppe:

    • 1 Kg Kartoffeln
    • 2 Zwiebeln
    • 4 Knoblauchzehen
    • 2 Handvoll gemischte Wildkräuter wie Beinwell, Giersch, Brennnessel, Vogelmiere, Bärlauch
    • 1 Liter Gemüsebrühe

    Kartoffeln in Würfeln, Zwiebeln und Knoblauch klein geschnitten in Gemüsebrühe gar kochen. Kleingeschnittene Kräuter zugeben, 10 Min. ziehen lassen, nicht mehr kochen! Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Zum Servieren mit einem Creme fraiche-Häubchen und einem Gänseblümchen garnieren.


    Von Kräuterexpertin Vroni, 07. Mai 2015


    Löwenzahn

    Jetzt im Mai verwandelt der Löwenzahn die Wiesen in goldgelbe Blütenteppiche. Ernten soll man ihn aber an einem Platz im Garten, der nicht gedüngt wird. Kräuterliebhaber schätzen den Löwenzahn als gesunden Vitamin- und Mineralstoffspender. In der Naturheilkunde wird er bei Verdauungsbeschwerden, Leber- und Galleleiden eingesetzt. Die vitaminreichen Blätter schmecken um so besser, je jünger sie gepflückt werden. Sie lassen sich gut mit anderen Blattsalaten mischen.

    Rezept für Gemischten Salat mit Löwenzahn:

    • 1 Kopfsalat, 2 Tomaten
    • 2 hartgekochte Eier
    • 1 Handvoll Löwenzahnblätter, fein geschnitten

    Für die Marinade:

    • 1 Knoblauchzehe
    • 3 EL Öl, 1 EL Essig, Salz, Pfeffer

    Alle Zutaten mit der Marinade vermengen, abschmecken.


    Von Kräuterexpertin Vroni, 30. April 2015


    Schnittlauch

    Schnittlauch ist eines der ersten Küchenkräuter, die man bereits im April im Hausgarten ernten kann. Warum wird die Suppe mit fein geschnittenem Schnittlauch garniert? Um Verdauung und Appetit anzuregen, Magenschmerzen und Blähungen vorzubeugen. Somit genießt man nicht nur die feine Würze der frischen Schnittlauchröllchen, sondern auch die wohltuende Wirkung auf den Organismus.

    Rezept für Radieschensalat mit Joghurt und Schnittlauch:

    • 2 Bd. Radieschen
    • 2 EL feingeschnittenen Schnittlauch,

    Für die Marinade:

    • 200g Naturjoghurt
    • 1 TL Zitronensaft
    • etwas Zucker, Kräutersalz, Pfeffer

    Radieschen in Scheiben schneiden, mit Marinade gut vermischen. Vor dem Servieren gut durchziehen lassen.

    Von Kräuterexpertin Vroni, 23. April 2015


    Der Gundermann

    Man kann ihn leicht übersehen, den Gundermann oder die Gundelrebe,wie die stark duftende Pflanze mit den kleinen lila Blüten auch genannt wird. Er schlängelt sich am Boden entlang, weshalb er auch Erdefeu genannt wird. Gundermann schmeckt angenehm würzig in Salaten, Suppen oder sogar als Beigabe für eine Nachspeise. Heilend wirkt er bei Entzündungen, Husten u. chron. Schnupfen.

    Rezept für Gundermann-Parfait:

    • 2 Bananen
    • 1 Apfel
    • Saft von 2 Zitronen
    • 30 Blättchen Gundermann
    • 300 ml Sahne
    • Honig nach Bedarf

    Bananen und Apfel klein schneiden, mit Zitronensaft vermischen. Gundermannblättchen waschen, zusammen mit dem Obst pürieren. Steif geschlagene Sahne unterheben, nach Geschmack mit Honig süßen. Vor dem Servieren einige Stunden in den Gefrierschrank stellen.

    Von Kräuterexpertin Vroni, 16. April 2015


    Die Vogelmiere

    Die meisten Gartenbesitzer kennen die Vogelmiere mit ihren kleinen Sternblüten als lästiges Unkraut. Dabei ist sie ein schmackhaftes Wildkraut, das sich nicht nur selbst anbaut, sondern auch Schutz und Mulchersatz für den Gartenboden ist. Man kann sie fast das ganze Jahr über ernten und Salate, Suppen und Quark damit verfeinern Sie regt Verdauung und Stoffwechsel an und ist somit auch wertvoller Bestandteil unseres Fitnessdrinks, mit dem wir die Frühjahrsmüdigkeit bekämpfen.

    Rezept für einen Fitnessdrink:

    • 1/8 l Orangensaft, frisch gepresst
    • 1/8 l Buttermilch
    • 20g frische Kräuter, z.B. Giersch, Brennessel, Vogelmiere, Gundelrebe

    Kräuter klein schneiden, im Mixer mit den übrigen Zutaten verühren, mit Honig abschmecken.

    Von Kräuterexpertin Vroni, 10. April 2015


    Die Brennnessel

    Wie der Giersch ist die Brennnessel seit Jahrhunderten ein Gemüse für Notzeiten gewesen. Jetzt hat sie ihren Platz in der feinen Wildkräuterküche gefunden. In der Volksheilkunde ist sie sehr geschätzt wegen ihrer blutreinigenden und stoffwechselanregenden Wirkung. Ernten kann man die Pflanze bis in den Spätherbst. Ältere Nesseln werden rauh und hart, von denen nimmt man nur die oberen 4 Blätter.

    Rezept für Brennnesselspätzle:

    • 50 g Brennnesseln, fein gehackt
    • 250 g Mehl
    • 5 Eier
    • Ca. 200 ml Wasser, Salz, etwas Muskatnuss
    • Spätzleteig herstellen, die gehackten Brennnesseln zugeben, im kochenden Wasser sieden.

    Tipp: Brennnesselblätter kurz mit heißem Wasser überbrühen oder kurz in Öl legen. So kann man sie ohne Juckreiz und Brennen an den Händen verarbeiten.

    Von Kräuterexpertin Vroni, 02. April 2015


    Keim-Monat April

    Früher wurde der April Keim-Monat genannt – nicht umsonst. Der ständige Wechsel von Regen und Sonnenschein lässt die Saat aufgehen. Worauf sich der Name April bezieht ist nicht bekannt. Möglicherweise auf die sich öffnenden Knospen im Frühling. Das wäre vom lateinischen aperire (öffnen) herzuleiten.

    Was sammeln wir im April: Brennnessel, Wiesenschaumkraut, Gundermann, Sauerampfer, Giersch, Vogelmiere, Taubnessel Schlüsselblume, Gänseblümchen, Veilchen

    Von Kräuterexpertin Vroni, 02. April 2015


    Die Gründonnerstagssuppe

    Bis ins 14. Jahrhundert lässt sich der Brauch zurückverfolgen, am Gründonnerstag grünes Gemüse und frische Kräuter zu essen. Die Tradition der Gründonnerstagssuppe beruht auf dem Glauben, durch den Verzehr der frischen Kräuter die ganze Kraft der erwachenden Natur in sich aufzunehmen. Dadurch darf man auf ein gesundes Jahr hoffen. Die verwendeten Kräuter variieren, je nachdem, wie weit das Wachstum in der Natur schon fortgeschritten ist, z.B. Brennnessel, Gänseblümchen, Scharbockskraut, Giersch, Bärlauch, Gundermann, Petersilie, Schnittlauch, Beinwell.

    Als Grundrezept bereitet man eine Kartoffelsuppe. Die gehackten Kräuter lässt man 8 bis 10 Min. in der fertigen Suppe ziehen. Nach Belieben pürieren. Zum Servieren mit frischen Blüten (Gänseblümchen,Veilchen) garnieren.

    Von Kräuterexpertin Vroni, 26. März 2015


    Der Giersch

    Gartenbesitzer kennen den Giersch als lästiges Unkraut, das sich ungehemmt ausbreitet. In nährstoffreichen Gartenböden fühlt er sich besonders wohl. Giersch am besten häufig abschneiden, er treibt aus den unterirdischen Ausläufern immer wieder aus. Auf diese Weise erntet man den ganzen Sommer über frische, zarte Blätter, die sich hervorragend zu Dekorationszwecken auf Käseplatten eignen und sich zu Schmackhaftem Wildkräuterspinat oder Gierschlimonade verarbeiten lassen. Durch häufigen Schnitt fehlen der Pflanze allmählich die Nährstoffe und verliert ihre allmählich ihre Wuchskraft .Somit hat man das Unkraut entfernt – als Delikatesse vom Wegesrand.

    Rezept für Giersch-Limonade:

    • 15 Gierschblätter
    • 1 Ranke Gundelrebe
    • 1 Stengel Pfefferminze
    • 1 l Apfelsaft
    • 1 Zitrone, in Scheiben geschnitten

    Den Kräuterstrauß mit der Zitrone im Apfelsaft mindestens 3 Stunden ziehen lassen. Herausnehmen, mit Mineralwasser aufgießen.

    Von Kräuterexpertin Vroni, 20. März 2015


    Der Bärlauch

    Bärlauch – der wilde Knoblauch aus dem Wald. Bärlauch bevorzugt für sein Wachstum humusreichen Waldboden und schattigen, feuchten Standort. Die ersten Blätter erscheinen im März. Ab April/ Mai zeigen sich die weißen Blütenstände. Die ganze Pflanze verströmt einen starken Knoblauchsgeruch. In den jungen Blättern ist die ganze Kraft des Frühjahrs enthalten. Heilend wirkt er bei Entzündungen, Appetitlosigkeit, Schwächezustände und erhöhtem Blutdruck. In der Küche wird er verwendet für Suppen, Brotaufstriche und Kräuteröl.

    Rezept für Bärlauch-Pesto:

    • Ca 25 Bärlauchblätter
    • 50 g Parmesan, gerieben
    • 1EL Pinienkerne, gehackt
    • 20 ml Olivenöl, Pfeffer, Salz

    Alle Zutaten gut verrühren, in Gläser füllen und im Kühlschrank aufbewahren. Hält ca. 6-8 Wochen, schmeckt zu Nudeln , Lamm- oder Rindfleisch.

    Von Kräuterexpertin Vroni, 13. März 2015



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